6 | Verbraucher-Tier-Umwelt-Label

Allumfassendes
Verbraucher-Tier-Umwelt-Label

„Tierwohl ist zunehmend ein Anliegen der Gesellschaft. Verstärkter Tierschutz ist in Umfragen ein Wunsch von 85% der Befragten.” 80 Prozent der Deutschen wollen mehr Infos über die Herstellung von tierischen Produkten, wie gentechnikfrei, umweltfreundlich und ob sie fair erzeugt wurden. Laut Umfragen wären 90 Prozent der Deutschen dazu bereit, für artgerechte Tierhaltung auch mehr zu bezahlen.
(Ernährungsreport 2018 des Bundeslandwirtschaftsministeriums)

Doch anstatt eine Agrarwende einzuleiten, welche die katastrophalen Missstände endlich beseitigt, macht das Bundeslandwirtschaftsministerium Reklame für ein neues „Tierwohl-Label“ und benutzt die Umfrage auch noch scheinheiligerweise als Argument. Dieses sog. Tierwohllabel liegt aber bei der Eingangsstufe kaum über den bisherigen gesetzlichen Mindestanforderungen. Essentielle Informationen über Antibiotika-Behandlung in der Tiermast und Herbizid-behandeltes Genfutter aus Monokulturen findet keinerlei Erwähnung. Dies ist skandalös und eine Verbrauchertäuschung. Tier- und Umweltschützer lehnen dieses Alibi-Label ab, zumal es auch noch freiwillig ist.
Unser Artikel 20a des Grundgesetzes ist doch reine Makulatur, wenn es heißt: “Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere …“
Bitte unterstützen Sie den Europaabgeordneten der ÖDP Prof. Klaus Buchner und helfen mit
bei der Umsetzung der Kennzeichnungspflicht von allen Tierprodukten.
Erforderlich ist ein allumfassendes Verbraucher-, Tier- und Umwelt-Label

In dieses verpflichtende Label müssen detaillierte Angaben einfließen über:

Antibiotikabehandlung
Art der Tierhaltung
Tierfutter