EU-Agrarsubventionen

EU-Agrarsubventionen für Umstellung auf bessere Tierhaltung nicht in Sicht!
Über 55 Milliarden Euro, das entspricht rund 40 Prozent des EU-Budgets fließen in die Agrarwirtschaft. Am 1. Juni 2018 hat Phil Hogan, der EU-Agrarkommissar, seine Reform der „Gemeinsamen Agrarpolitik“ (GAP) vorgestellt. Darin will er die landwirtschaftliche Produktion in Europa noch mehr auf den Export, d.h. auf industrielle Massentierhaltung und Agrochemie ausrichten. Nachhaltige Landwirtschaft und gute Tierhaltung spielen kaum noch eine Rolle. Diese politische Entscheidung ist schlichtweg eine Katastrophe! Die industrielle Agrarlobby hat weiterhin die Oberhand und hat sich durchgesetzt.
In der ÖDP setzen wir uns dagegen für den Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft ein, von der nicht nur die Landwirte, sondern auch die Verbraucher profitieren.
Landwirte brauchen für die Umstellung direkte Unterstützung!


Die Umstellung auf eine tiergerechte Haltung erfordert mehr Platz für Tiere und bedeutet mehr Zeitaufwand. Landwirte brauchen hier die volle Unterstützung der Politik und direkte Subventionen. Kriterien wie zum Beispiel Weidegang, Freilandhaltung, Stroh anstatt Vollspaltenboden erfordern Investitionen. Eine Neuausrichtung der Agrarpolitik in Deutschland und Europa muss daher dringend auf die Politikagenda.

Auch die gesamte Gesellschaft ist gefordert. Gemeinsames Handeln aller ist notwendig.
Auch öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten, Kliniken und Kantinen von diversen öffentlichen Einrichtungen müssen vorangehen und Produkte aus lokalen bäuerlichen Betrieben unterstützen, um die Nachfrage auch anzukurbeln.

Der Verbraucher muss außerdem durch eine gesetzlich detaillierte Kennzeichnungspflicht der Lebensmittel genau ins Bild gebracht werden, was er auf den Teller bekommt. Nur so kann er bewusster handeln und sollte dies auch zu seinem eigenen Vorteil tun.